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Backboxen – ein sicherer Weg zu korrekt installierten Einbaulautsprechern

Wann brauche ich eine
backbox?

Es gibt viele Mythen und Missverständnisse darüber, wann und wofür man eine Backbox benutzt. Hier erfährst Du, worum es geht.

Eine Backbox ist eine Art separates Gehäuse, das Du hinter einem Einbaulautsprechers in Wand oder Decke montierst. Wir empfehlen aus folgenden Gründen Deine Einbaulautsprecher mit einer Backbox zu versehen:

  • Um eine vollständig luftdichte Montage des Lautsprechers zu erreichen, z.B. bei einer unebenen Oberfläche oder wenn ein Hohlraum existiert. Eine undichte Montage ruiniert den Klang, da sich die Bässe von der Vorder- und Rückseite des Lautsprechers gegenseitig aufheben.
  • Um dem Lautsprecher auf der Rückseite ein angemessenes Luftvolumen zu geben, damit er so gut wie möglich klingt.
  • Um zu verhindern, dass sich der Ton von der Rückseite des Lautsprechers in die angrenzenden Räume ausbreitet.
  • Um eine Dampfsperre, die evtl. für den Einbau durchbrochen wurde, wieder herzustellen.
  • Um die Brandschutzanforderungen in Trennwänden zu erfüllen.

In Bezug auf den Klang kann sowohl zu wenig als auch zu viel Luft hinter dem Lautsprecher die Klangqualität negativ beeinflussen. Bei zu viel Hohlraum bekommt die Lautsprechermembran keinen Gegendruck, sodass der Bass unkontrolliert und zu voll wird. Ein zu geringes Luftvolumen hingegen schränkt den Lautsprecher ein, sodass zu wenig Bass gespielt wird. Die richtige Backbox bietet Deinen Einbaulautsprechern den optimalen Luftraum, damit sie ihr volles Potenzial entfalten können.

Einige Einbaulautsprecher, meist die im gehobeneren Segment wie z.B die Bowers & Wilkins Serien 7 und 8 sowie die DALI PHANTOM M- und S-Serien wurden explizit für eine Backbox konstruiert. Hier ist die mitgelieferte Backbox wie ein herkömmliches Gehäuse als integraler Bestandteil des Lautsprechers enthalten. Der einzige Unterschied besteht darin, dass sich das Gehäuse in der Wand versteckt. Bei allen anderen Einbaulautsprechern musst Du die Backbox je nach Art des Lautsprechers, der Installation und insbesondere des Raumes hinter der Wand oder Decke zusätzlich installieren.

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Wie groß soll die Backbox sein?

Die meisten Einbaulautsprecher ohne mitgelieferte Backbox spielen bei einem Luftvolumen von etwa 25 Litern optimal. Hier erhältst Du sowohl die erforderliche Dämpfung als auch die erforderliche Luftmenge, damit die Lautsprechermembran funktioniert. Die Universal-Backbox von DALI bietet genau dieses Volumen und ist daher klar die erste Wahl bei der Montage von Lautsprechern an der Decke, wo auf der Rückseite genügend Platz ist.

Wenn der Platz knapp ist – zum Beispiel bei der Montage in einer Wand – oder wenn Du spezielle Anforderungen im Zusammenhang mit Schall- oder Brandschutz hast, können die kleineren Backboxen von B&W eine Alternative sein. Hier bekommt der Lautsprecher zwar nicht so viel Luft zum Arbeiten, was sich auf die Tiefbasswiedergabe auswirkt, aber auf der anderen Seite ist die Dämpfung wirklich gut, und deshalb kannst Du die Klangregler Deines Systems verwenden, um dem Bass den nötigen Boost zu verleihen. Das ist normalerweise keine HiFi „best practise“, aber in diesem speziellen Fall funktioniert es tatsächlich genau wie beabsichtigt.

Bei Trockenbauwänden kann es auch eine Lösung sein, die Unterkonstruktion so zu gestalten, dass sich hinter jedem Lautsprecher ein Luftraum von etwa 25 Litern befindet. Mit einer angemessenen Menge an Schalldämmungsmaterial erhältst Du auf diese Weise eine optimale Klanglösung, sparst die Kosten für die Backbox und würgst Deinen Bass nicht mit einer zu kleinen Backbox ab.

Denk an die Backbox bei der Konstruktion von Wand und Decke

Fast alle Backboxen sind breiter als das Montageloch des Lautsprechers selbst und müssen daher in der Praxis von der Rückseite der Wand bzw. Decke aus montiert werden, was eine Nachrüstung schwierig macht. Die Backbox sollte daher von Anfang an bei der Konstruktion berücksichtigt werden, beispielsweise im Zusammenhang mit einem Umbau. Wenn Du von oben durch die Dämmung Zugang zur Deckenkonstruktion hast, ist dies in traditionellen Einfamilienhäusern natürlich eine Lösung.

Einige B&W Modelle (7er Serie) und einige DALI-Modelle (K- und S-Serie) können nachgerüstet werden, sodass es durchaus Lösungen gibt, für die Du nicht Dein ganzes Haus zerlegen musst. Es gibt auch weitere Lösungen für die Nachrüstung von Einbaulautsprechern in vorhandene Wände und Decken. Frag bei HiFi Klubben nach und lass Dir von uns helfen, die beste Lösung für Deine Bedürfnisse zu finden. Meistens finden wir eine Lösung!

Wenn Du über mehrere Etagen wohnst, ist es nicht unbedingt ein Problem, einen Einbaulautsprecher ohne Backbox in der Decke zu montieren. Wie bereits erwähnt, sollte die Decke jedoch dicht sein und Du solltest sicherstellen, dass die Bodentrennung so ausgelegt ist, dass der Schall Deines Deckenlautsprechers keine unerwünschten Geräusche auf den darüber liegenden Boden überträgt.

TIPP Der Lautsprecher muss nicht in der Mitte der Backbox sitzen. Wenn die Box fest montiert ist und beispielsweise ein Balken nicht relativ zur Position des Lautsprechers zentriert ist, spielt das keine Rolle. Solange sich der gesamte Lautsprecher in der Backbox befindet, kann er an einem Ende oder in Richtung einer Ecke sitzen.

TIPP Es ist äußerst wichtig, bei der Installation der Decke luftdicht zwischen der Backbox und der Deckenplatte abzudichten, z.B. mit Dichtmittel. Andernfalls wird es nie ordentlich klingen.

Das musst Du wissen, wenn Du eine Backbox montierst

Für welche Backbox-Variante Du Dich auch entscheidest, sie muss als erstes montiert werden. Hier siehst Du eine offene Backbox von Bowers & Wilkins, die einfach an der Deckenkonstruktion befestigt werden kann. Achte bei der Konstruktion auf ausreichend Platz für die Isolationsanforderungen.

Eine geschlossene Backbox macht es noch einfacher, eine vollständig dichte Verbindung zwischen Backbox und der Unterseite der Decke herzustellen. Sobald die Decke montiert ist und Du das Loch für den Lautsprecher schneidest, gehst Du durch Decke und Backbox-Platte.

Immer exakt messen, damit später klar ist, wo genau Du ein Loch setzen musst. Denke auch daran, die Kabel zur Backbox herauszuziehen, während die Decke noch offen ist. Kabel am besten mit einem Überstand von ca. 25-35 cm verlegen. Dann ist es einfacher zu arbeiten, wenn der Lautsprecher eingesetzt wird.

Es ist wichtig, dass zwischen Backbox und Deckenplatte Luftdichtheit besteht. Im oberen Beispiel ist zu viel Luft vorhanden, während im unteren Beispiel die Platten korrekt aufeinander sitzen.

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